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Zukunftsstudio Hamburg: Nachbarschaft und Protest

10. bis 11. Juli 2015

Zukunftsstudio Hamburg
Nachbarschaft und Protest

Hohe Mieten, fehlende Wohnungen, schwindende Freiräume und die Hoffnung auf die Zivilgesellschaft: In Hamburg gerät Nachbarschaft immer weiter unter Druck – und wird dabei immer mehr zur Lösung. So hat sich die Stadt die Reputation erarbeitet, nur mit und unter großem Protest aktuelle Probleme angehen und lösen zu können. Ist diese Protestkultur der einzige Weg oder vielleicht nur der am deutlichsten wahrnehmbare? In zwei Panels fragen wir: Was ist/macht/braucht Nachbarschaft? und: Was bewirkt Protest – und was sind Alternativen für eine selbstbestimmte Stadt?

Programm

10. Juli 2015, 10.00 – 19.00 Uhr

Tag 1 des Zukunftsstudios: in Themenspaziergängen und in der HafenCity Universität
Moderation: Sally Below, sbca / Stadt als Campus e.V., Berlin
Martin Kohler, HafenCity Universität Hamburg / Leuphana Universität Lüneburg

10.00 Uhr
Einstimmung: Transect Walks – Themenspaziergänge
vom Gängeviertel zur HafenCity mit Werner Steinke, BSU Hamburg

12.00 Uhr
Registrierung im Ausstellungsraum der HafenCity Universität

12.30 Uhr
Einstimmung
Prof. Michael Koch, HafenCity Universität Hamburg
Johannes Gerdelmann, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg

13.00 Uhr
Nachbarschaft und Universität
Prof. Bernd Kniess, HafenCity Universität / Universität der Nachbarschaften

13.15 Uhr
Inputs und Gespräche: Was ist/braucht/macht Nachbarschaft?
Dr. Iris Beuerle, Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.; Frank Engelbrecht, Hauptkirche St. Katharinen; Bernd Kniess, HCU; Ben Pohl, HCU; Gängeviertel e.V.

14.30 Uhr
Kaffeepause

15.00 Uhr
Inputs und Gespräche: Was bewirkt Protest – und was sind Alternativen?
Uwe Jentz, Gartenstadt Farmsen; Klaus Schotte, Kunterbunte 19 und Haus- und WagenRat e.V.; Florian Schmidt, Stadt neu Denken e.V. Berlin; Renée Tribble, Planbude, Hamburg, Leipzig; Tile von Damm, MOD Institute Bangalore.Berlin

17.00 Uhr
im Gespräch mit
Matthias Kock, Staatsrat, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Zusammenfassung und Abschluss
Sally Below und Martin Kohler

18.15 Uhr
Eröffnung der Ausstellung ›Auf dem Weg zur Stadt als Campus‹
im Ausstellungsraum im Erdgeschoss der HafenCity Universität, Getränke und Schnittchen

Wir empfehlen im Anschluss ab 19.00 Uhr:
›Von Zwei bis Zwei in der Shanghai‹ HCU und BDA Hamburg: Im Rahmen des Architektursommers lädt eine gemeinsame Veranstaltung der HafenCity Universität, Prof. Klaus Sill, und des Bundes Deutscher Architekten Hamburg in die HafenCity ein: Von Zwei bis Zwei ist ein Teil der Shanghaiallee gesperrt, Interventionen machen die Straße zum Erlebnisraum. Und der BDA Hamburg verleiht zum 12. Mal seinen Studienpreis mit einem Vortrag von Klaus-Uwe Bergmann, BIG // Stay together auf der Terrasse der HCU, die ab 23.00 Uhr zur Partyzone wird.

11. Juli 2015, 10.00 – 17.00 Uhr
Tag 2 des Zukunftsstudios: ›Floating Experience‹ an der Baakenhafenbrücke West und Touren im Hafen

10.00 – 17.00 Uhr
Floating Experience: gemeinsam arbeiten und reden, u. a. mit Amelie Rost, Architektin und Hausbootbauerin, Timothy Pape, Architekt und Leiter des Studienprojekts ›Floating Campus‹, Matthias Lintl, Wilhelmsburg, Studierenden des Floating Campus und Anwohnern

10.00 Uhr
Gespräch: Eine Alpenwiese im Hafen
2009 startete BIG zusammen mit dem Journalisten Dirk Meyhöfer im Rahmen des Architektursommers das Projekt ›Alpenwiese‹. Nie verwirklicht, hat es doch heftige Diskussionen ausgelöst. Dirk Meyhöfer und Kai-Uwe Bergmann von BIG sprechen über die damaligen Widerstände und Zukünfte einer schwimmenden Alpenwiese in der HafenCity. Das ›Floating Experience‹ ist die Fortführung der Alpenwiesen-Idee.

11.00 / 16.00 Uhr
Ausstellung zu Bauen auf dem Wasser – und warum es in den Hafenbecken fast unmöglich ist. Für einen Tag entstehen Vorstellungen und Modelle zu Parks, Wracks und Bergen auf dem Wasser. Mit Picknick und Getränken. Kanutouren zu Freiräumen auf dem Wasser und Ponton-Bauen auf der Kaikante.

17.00 Uhr
Stay together in und am ›Floating Experience‹

Beitragende

Dr. Iris Beuerle ist Referentin für den Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. und promovierte zu Wohnungsgenossenschaften im gesellschaftlichen Wandel.
Frank Engelbrecht, Pastor der Kirchengemeinde St. Katharinen, ist mit Nachbarschaftsinitiativen, Kunstausstellungen und Quartiersprojekten auch in der HafenCity aktiv.
Das Gängeviertel e.V. hat mit der Besetzung und Aneignung des Gängeviertels ein bundesweit bekanntes Beispiel für alternatives Stadtleben geschaffen.
Johannes Gerdelmann leitet die Projektgruppe Planung Mitte Altona bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg.
Uwe Jentz vertritt als Vorstand die Mietergenossenschaft Gartenstadt Farmsen, einem Modell, in dem es keine Mieter, sondern nur Teilhaber gibt.
Prof. Dr. Michael Koch, HafenCity Universität Hamburg, vertritt das Lehrgebiet Quartierentwicklung und Städtebau.
Matthias Kock ist Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, war bei der Umweltschutzorganisation Robin Wood und ist Koordinator für das Bündnis für das Wohnen in Hamburg.
Prof. Bernd Kniess leitet den Masterstudiengang Urban Design an der HafenCity Universität und hat mit Projekten wie der Universität der Nachbarschaften besondere Lehr- und Forschungsformate entwickelt.
Matthias Lintl hat mit unzähligen Projekten auf der Elbinsel wie der Zukunftskonferenz Wilhelmsburg, Bürgerbeteiligungsverfahren Mannesallee oder der Soulkitchen Halle deren Zukunft mitgestaltet.
Ben Pohl ist Forscher an der HafenCity Universität Hamburg und arbeitet als freier Bildgestalter auch zu performativen videografischen Methoden.
Amelie Rost baut Wohn-Boote mit ihrem Büro Rost.Niderehe Architekten und lehrt zu wasserbezogenem Stadtleben an der HafenCity Universität.
Florian Schmidt gründete die Initiative Stadt neu Denken e.V. in Berlin mit und propagiert bodenwirtschaftliche Instrumente wie die Erbpacht für eine lebendige Stadt.
Klaus Schotte ist Geschäftsführer der Hausprojektgesellschaft ›KunterBunte 19‹ und aktiv im Haus- und WagenRat e.V., Leipzig und dem Mietshäusersyndikat.
Renée Tribble hat im Film ›buy buy St.Pauli‹ mitgespielt und nutzt mit der Planbude den Abriss und Neubau der Esso-Hochhäuser zur Entwicklung von neuen Verfahren der bürgergestalteten Stadt.
Tile von Damm ist Politologe und Forschungsdirektor des MOD Institute Bangalore.Berlin, einem interdisziplinären urbanen Aktions- und Forschungsinstitut.
Der Journalist Dirk Meyhöfer und der Architekt Kai-Uwe Bergmann wollten für den Architektursommer 2009 eine Alpenwiese in die Hafenbecken der HafenCity setzen. Dies wurde der Ausgangspunkt für das ›Floating Experience‹.

 

Das Programm als PDF finden Sie hier.

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